Schlafen ist anstrengend. Das war schon zu meinen Studienzeiten ein Running Gag, und aktuell ist es aufgrund diverser arbeitstechnischer Themen auch wieder mal reichlich schwierig, genügend Schlaf zu finden. Im Büro pennen entfällt aus Mangel an Büro (ab Dezember hab ich keins mehr), Tiefschlaf entfällt wegen innerer Anspannung, und das schnelle Sofanickerchen entfällt wegen Bodennebel (oder so).
Auf jeden Fall steht damit aber das Mixtape der Woche fest, denn da gab es eine Band, die sich nach einer Schlafphase benannte – und trotzdem berühmt wurde. Die Rede ist von R.E.M. (also nicht der Schlafphase, sondern der Band). Die gründeten sich 1980, hatten dann zunächst als Independent-Band erste Erfolge, und wurden schließlich mit einem Major-Deal internationale Superstars, nur um dann einfach mal den Stecker zu ziehen.
Beginnen wir mit diesem zynischen „Liebeslied“ aus dem Jahr 1987. Es war einer der ersten international erfolgreichen Songs der Band und erreichte in den USA die Top 10.
It’s The End Of The World As We Know It (And I Feel Fine)
Nicht weniger zynisch geht es in diesem Song zu, der sich mal eben mit dem Ende der Welt befasst, dies aber mit einer gerade zu poppigen Leichtigkeit verbindet, dass man quasi den Untergang feiert. Im Zuge der Terroranschläge des 11. September wurde der Song dann vorübergehend aus dem Radio verbannt, während der Titel des Songs inzwischen in abgewandelter Form an allen Ecken und Enden auftaucht.
Völlig unpassend fröhlich kommt auch dieser Song daher, der irgendwie nicht so recht zum restlichen Repertoire der Band passt, und den die Band selbst auch nicht so wirklich mag. Hat nur nix genutzt, es wurde 1991 einer ihrer größten Hits.
Im Oktober 1992 erschien diese Single, die einem amerikanischen Komiker und Performancekünstler gewidmet ist. Das geht hierzulande unter, übrig bleibt ein Ohrwurmrefrain.
Ein im wahrsten Sinne todtrauriges Lied wurde 1993 zu einem der größten Hits der Band. Der Song richtet sich inhaltlich direkt an Jugendliche und dreht sich um die Prävention von Suizid. Das zugehörige Musikvideo lief damals bei MTV hoch und runter.
Nach dem Überalbum „Automatic For The People“ mit seinen sechs Singles und endlosem Radio-Airplay wurde es 1994 wieder düsterer und rockiger. Das Nachfolgealbum hieß „Monster“ und diese Single rockte ohne Umwege vorwärts.
Die zweite – und letzte – Single aus dem Album „Monster“ war dieser düstere Song, der es zwar nicht in irgendwelche Best Of-Alben schaffte, aber die einzige Nummer 1 der Band in Kanada war (unnötiges Trivia-Wissen, hrhr).
Manch einer wird sich nun fragen wo der Überhit Losing My Religion abgeblieben ist – der war schon auf dem Mixtape, was ich anlässlich der letzten Papstwahl zusammengewurschtelt hatte.

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